Kapelle & Glasi - Alpthal - Früher und Heute

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Kapelle & Glasi

1690-92 Bau der ersten Kapelle im Alpthal

 

1690

Da der Weg zur Pfarrkirche Schwyz sehr weit war, erlaubte die hohe Regierung und der hochwürdigste Bischof den Bewohnern von Alpthal eine Kapelle zu bauen und eine Kaplanei-Pfrund zu errichten. Bei einer schönen Quelle wurde sodann die ursprüngliche Kapelle und ein Pfrund-haus gebaut. Die Kapelle wurde der Heiligen Familie geweiht.
Auf bittliches Ansuchen leistete die hohe Regierung einen Betrag von 200 Gulden. Insgesamt sollen lt. Verzeichnis der ursprünglichen Stifter und Guttäter für den Bau von Kapelle und Pfrundhaus 753 Gulden eingegangen sein.
Es standen damals im Brunni schon drei Häuser und im vorderen Alpthal fünf Häuser, und die Bevölkerung wuchs.

1937

Des gesessenen Rats Protokoll berichtet, dass er an die Erweiterung der Kapelle in Alpthal 200 Gulden bewilligte. 50 Gl. in bar, 50 Gl. aus dem burgundischen Salzgeld und 100 Gl. aus dem Angstergeld-Fonds.
Der Angster war das kleinste Geldstück, ähnlich unserem Räppler. Jeder der Most oder Wein trank musste pro "Mass" einen Angster an den Fonds entrichten.

1733 - 1763 Glas-Herstellung im Alpthal

 

1733

wurde in der Nähe vom Dörfli (vermutlich beim Butzitobel) von zwei Einsiedler eine Glashütte gebaut. Da der Betrieb schlecht rentierte musste er 1744 wieder eingestellt werden.

1757

erhielten zwei Schwarzwälder Glasmacher vom Landrat die Bewilligung den Betrieb wieder aufzunehmen. Doch nach drei Jahren gingen auch diese wieder Konkurs.

1760

übernahm Vater und Sohn von Reding zusammen mit einem Ab Yberg die Glashütten, doch 1763 wurde die Glasherstellung im Alpthal endgültig beendet.

 

Zur Glasherstellung brauchte es hauptsächlich Sand, Asche und Wasser. Dies alles war z.B. am Butzitobel oder an der Alp reichlich vorhanden. So sollen verschiedene Arten von Glas hergestellt worden sein. Vermutlich war die Nähe zu Einsiedeln, dem damaligen Kulturzentrum recht vorteilhaft. Die Alpthaler-Gläser sind heute begehrte Sammler-Objekte. Nebenstehendes Bild zeigt einen Humpen aus Alpeler-Glas mit den Wappen von Reding und Betschart.

 
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