Genossame / OAK - Alpthal - Früher und Heute

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Genossame / OAK

Entstehung und Geschichte der Genossame Alpthal

Am 15. Oktober 1882 beschloss die Oberallmeind-Gemeinde, da die Verwaltung der grossen Güter unbefriedigend war, eine Aufteilung unter die Oberallmeindbürger in den einzelnen Gemeinden. Damit entstanden in allen Gemeinden des Bezirks Schwyz die sogenannten Gemeinde-Genossamen. Diese erhielten von der Oberallmeindkorporation (OAK) entsprechend der Zahl der OA-Bürger die Bodenallmeinden zugeteilt, allerdings mit der Verpflichtung zur Uebernahme sämtlicher Servituten, wie Strassen, Gewässer, usw.
Die Hoch- und Mittelalpen sowie die Wälder verblieben dagegen bei der OAK.

Am 19. Juni 1884 beschloss die Genossengemeinde Alpthal einstimmig  das "Teilungsprojekt der Heukuhallmeind Gass". Der Talboden westlich der Alp, vom Fryfangbach bis zur Einsiedlergrenze, soll in 87 Teile aufgeteilt und unter die 87 Oberallmeindgenossen hiesiger Gemeinde zur immerwährenden und zu allen Zeiten unaufhebbaren Nutzniessung verloset werden. Auf jedem Teil ist ein jährlicher Land- oder Hausplatzzins zu zahlen, mit welchem die Genossame die übernommenen Strassen- und Wuhrpflichten bestreitet. Hiezu entstand in einem Nebenzweig die sogenannte "Servituten-Allmeind", geführt in einer separaten Rechnung.

1924 kaufte die Genossame von Josef Steiner die hintere Brustalp für Fr. 34'300.-- und ersteigerte im gleichen Jahr an der Gant für weitere Fr. 26'500.-- die vordere Brust mit dem Brusthaus. Für den Kauf wurde eine Hypothek aufgenommen und die restlichen  Fr. 20'000.-- lieh sie sich von der Servituten-Allmeind.

Die (obere) Genossame mit den Liegenschaften: Vogelwald, Nebekenalp, Brustalp, sowie dem Land im Schachli und auf den Prüglen war meist defizitär. Die Schulden wuchsen ständig an, während sich bei ihrer Schwester, der Servituten-Allmeind, das Vermögen dank den jährlichen Landzinsen vermehrte.

1975 konnte die Genossame im Schachli für ein Ferienhaus erstmals Land verkaufen. Der Netto-Erlös betrug Fr. 38'000.--. Nach Investitionen von Fr. 14'158.-- für Eternitarbeiten am Brusthaus wies die Jahresrechnung Fr. 12'876.-- Ertrag aus !

1976 wurde die Servituten-Allmeind aufgelöst. Ihr Vermögen von Fr. 144'932.55 wurde auf die Rechnung der (oberen) Genossame übertragen, welche 1975 eine Netto-Schuld von Fr. 26'273.92 verzeichnete. Nach erfolgter Beerbung der Servituten-Allmeind konnte die Genossame 1976 dann ein Vermögen von 114'925.83 ausweisen. Die Auflösung der Servituten-Allmeind wurde möglich, weil sie  inzwischen Bau und Unterhalt der Strasse an die Gemeinde und die Wuhrpflicht der Gewässer an die Wuhrkorporation Alp abtreten konnte.

Ab 1977 stieg die Nachfrage nach Bauland im Brunni. Die Gemeinde zonte der Genossame Alpthal das Gartenland im Schachli und auf den Brüglen als Bauland ein. In der Folge konnte sich die Genossame vollständig sanieren und in den letzten Jahren sogar ein stattliches Vermögen zulegen.

Viehauftrieb auf die Brustalp

Oben: Ansicht der Nebekenalphütte während der Sanierung


Unten: Einweihungsfest auf Nebekenalp mit der IG Bergfreunde

 
 
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